
Fast ein Viertel der Schweizer Treibhausgasemissionen stammt aus dem Gebäudesektor – hauptsächlich durch fossile Heizungen verursacht. Tatsächlich bieten NIBE Wärmepumpen hier eine überzeugende Lösung, die den Energieverbrauch um bis zu 75% senken kann.
Mit über 70 Jahren Erfahrung in der Heiztechnologie hat sich NIBE als führender Hersteller in Europa etabliert. Dabei überzeugt besonders die neue S2125, die selbst unter härtesten winterlichen Bedingungen zuverlässig arbeitet.
In diesem ausführlichen Test analysieren wir die verschiedenen NIBE Wärmepumpen-Modelle für den Schweizer Markt. Wir untersuchen ihre Leistung, Effizienz und wie sie sich für unterschiedliche Haustypen eignen. Besonders interessant: Die Verwendung umweltfreundlicher Kältemittel wie Propan macht diese Systeme noch nachhaltiger.
Was ist eine NIBE Wärmepumpe und für wen lohnt sie sich?
NIBE Wärmepumpen funktionieren grundsätzlich wie ein “umgekehrter Kühlschrank”. Sie entziehen der Umgebung (Luft, Erde oder Wasser) Wärmeenergie und machen diese für Heizung und Warmwasserbereitung nutzbar. Mit diesem Prinzip kann ein Grossteil der benötigten Heizenergie – zwischen 65% und 80% – kostenlos aus der Natur gewonnen werden.
Typenübersicht: Luft, Erde, Abluft und Brauchwasser
NIBE bietet verschiedene Wärmepumpentypen an, die jeweils unterschiedliche Wärmequellen nutzen:
- Luft/Wasser-Wärmepumpen: Diese entziehen der Umgebungsluft Energie und übertragen sie auf das Heizwasser. Modelle wie die NIBE S2125 erreichen beeindruckende Vorlauftemperaturen von bis zu 75°C und können selbst bei extremen Aussentemperaturen von -25°C noch 65°C Vorlauftemperatur erzeugen. Mit einem COP-Wert zwischen 4,0 und 5,0 liegen sie deutlich über dem Branchendurchschnitt von 3,5.
- Sole/Wasser-Wärmepumpen: Diese nutzen die im Erdreich gespeicherte Wärme. Ab einer Tiefe von etwa 15 Metern herrscht ganzjährig eine konstante Temperatur von circa 10°C. Diese Erdwärmesonden haben eine beachtliche Lebensdauer von mindestens 50 Jahren.
- Abluft-Wärmepumpen: Diese gewinnen Wärme aus der verbrauchten Raumluft zurück. Die Energiemenge der Abluft bleibt das ganze Jahr über konstant – unabhängig von Aussenluft- oder Erdtemperatur. Die Modelle wie NIBE S735 vereinen Heizung, Warmwasserbereitung und Wohnraumlüftung in einer kompakten Einheit.
- Brauchwasser-Wärmepumpen: Diese sind speziell für die Warmwasserbereitung konzipiert und nutzen entweder die Umgebungsluft oder Abluft einer Lüftungsanlage.
Einsatzbereiche: Neubau, Altbau, Einfamilienhaus
Im Neubau haben sich NIBE Wärmepumpen längst zum Standard entwickelt. Sie sind hier meist schon in der Anschaffung die günstigste Heizungsvariante und überzeugen zudem mit sehr geringen Betriebskosten.
Auch für die Nachrüstung im Altbau eignen sich NIBE Wärmepumpen hervorragend. Insbesondere die Luft/Wasser-Modelle wie die S2125 sind einfach und kostengünstig zu installieren. Bei älteren Gebäuden empfiehlt sich allerdings zunächst eine energetische Sanierung, damit die wertvolle Energie nicht verloren geht.
Für Einfamilienhäuser bietet NIBE verschiedene Lösungen an. Besonders gut geeignet sind Abluft-Wärmepumpen für moderne Einfamilienhäuser mit guter Wärmedämmung. Diese sorgen gleichzeitig für einen kontinuierlichen Luftaustausch, was ungewollte Feuchtigkeit und Schimmelbildung verhindert.
Alle NIBE Wärmepumpen lassen sich zudem hervorragend mit einer Photovoltaikanlage kombinieren, was den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms steigert und die Betriebskosten weiter senkt. Dadurch ist sogar komplett CO₂-freies Heizen möglich – “das kann sonst kein Heizsystem”.
NIBE Schweiz: Marktposition und Besonderheiten
Als schwedisches Unternehmen blickt NIBE auf über 70 Jahre Erfahrung zurück und hat sich als Marktführer für Wärmepumpen etabliert – nicht nur in Schweden selbst, sondern auch in anderen nördlichen Ländern wie Polen und Tschechien.
In der Schweiz ist NIBE mit seinen Produkten an der SIX Swiss Exchange gelistet und geniesst einen hervorragenden Ruf. Die NIBE-Handelspartner in der Schweiz bieten kompetente Beratung und kennen die Wärmepumpen und deren Einsatzgebiete am besten.
Besonders bemerkenswert ist NIBEs Engagement für eine fossilfreie Zukunft. Das Unternehmen verfolgt die Vision einer “schnelleren Umstellung auf eine ressourceneffiziente und fossilfreie Gesellschaft”. Entsprechend legt NIBE grossen Wert auf Forschung und Entwicklung nachhaltiger Technologien.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist der geringe Geräuschpegel der NIBE Wärmepumpen. Die neue S2125 erreicht beispielsweise einen Schallleistungswert von nur 49 dBA, was eine Senkung um 4 dBA gegenüber dem Vorgängermodell darstellt und sie zu einer der leisesten Wärmepumpen auf dem Markt macht. In 2 Metern Entfernung beträgt der Geräuschpegel lediglich 38 dBA – vergleichbar mit einem ruhigen Büro. Mehr dazu hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Nibe_Industrier
NIBE Wärmepumpen im Vergleich: Modelle, Leistung und Lautstärke
Im Schweizer Wärmepumpenmarkt bietet NIBE verschiedene Modellreihen an, die sich hinsichtlich Leistungsstärke, Technologie und Einsatzbereichen unterscheiden. In diesem Abschnitt vergleichen wir die wichtigsten Modelle und Bauarten, um eine fundierte Kaufentscheidung zu ermöglichen.
S2125 vs F2120: Unterschiede in Technik und Einsatz
Die NIBE S2125 gilt als die bisher leistungsstärkste Luft/Wasser-Wärmepumpe im Portfolio des schwedischen Herstellers. Sie erreicht beeindruckende Vorlauftemperaturen von bis zu 75°C und kann selbst bei extremen Aussentemperaturen von -25°C noch 65°C Vorlauftemperatur erzeugen. Dies macht sie besonders für den Heizungstausch in Altbauten interessant, wo höhere Vorlauftemperaturen erforderlich sind.
Ein wesentlicher Vorteil der S2125 ist die Verwendung des natürlichen Kältemittels R290 (Propan), das mit einem sehr niedrigen GWP-Wert von nur 3 äusserst umweltfreundlich ist. Die S2125 erreicht einen COP-Wert zwischen 4,0 und 5,0, was deutlich über dem Branchendurchschnitt von 3,5 liegt.
Im Vergleich dazu arbeitet die NIBE F2120 mit dem Kältemittel R410a und erreicht Vorlauftemperaturen von bis zu 65°C. Obwohl technisch etwas älter, überzeugt sie durch ihre EVI-Verdichter-Technologie, die Effizienzwerte erreicht, “die bisher nur mit Erdwärme möglich waren”. Die F2120 wird daher oft für grössere Gebäude mit höherem Leistungsbedarf empfohlen. Mehr Infos finden Sie hier: https://www.schmid-energy.ch/produkte/nibe-f2120/
Beide Modelle sind sowohl für Neubauten als auch für Sanierungen geeignet und bieten die Möglichkeit zur aktiven Kühlung im Sommer.
Split- vs Monoblock-Systeme im Alltag
Bei NIBE Wärmepumpen unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Bauarten: Monoblock und Split-Systeme.
Bei Monoblock-Wärmepumpen befinden sich alle wichtigen Komponenten wie Verdichter und Wärmetauscher in einer einzigen Ausseneinheit. Diese wird ausserhalb des Hauses installiert, und die Wärme wird über isolierte Wasserleitungen in das Heizsystem geleitet. Diese Bauweise ist in der Regel einfacher zu installieren, benötigt jedoch gut isolierte Leitungen, da bei extrem niedrigen Temperaturen ein Einfrierrisiko besteht.
Im Gegensatz dazu bestehen Split-Wärmepumpen aus einer Aussen- und einer Inneneinheit. Die Ausseneinheit enthält typischerweise den Verdampfer, den Verdichter sowie das Expansionsventil, während die restlichen Komponenten in der Inneneinheit untergebracht sind. Beide Einheiten sind durch Kältemittelleitungen verbunden, was eine fachgerechte Installation durch qualifizierte Kältetechniker erfordert.
Obwohl Split-Systeme meist etwas teurer in der Installation sind, bieten sie eine höhere Flexibilität bei der Platzierung der Komponenten. Ausserdem besteht bei ihnen keine Gefahr des Einfrierens der Leitungen. NIBE bietet mit dem Modell SPLIT SVM S332 / AMS 20 ein flexibles Split-System an, das zudem einen integrierten 140-Liter-Wasserspeicher besitzt.

Geräuschentwicklung im Betrieb: Was ist zu erwarten?
Eine der häufigsten Fragen bei der Anschaffung einer Wärmepumpe betrifft die Geräuschentwicklung. NIBE hat bei der Entwicklung der S2125 besonders auf einen leisen Betrieb geachtet. Mit einem Schallleistungspegel von 49-59 dB(A) je nach Modell ist sie deutlich leiser als viele Konkurrenzprodukte.
Im Vergleich: Moderne Luft-Wärmepumpen verursachen durchschnittlich Geräusche von etwa 40 bis 45 Dezibel und sind somit nur etwas lauter als Vogelgezwitscher. In reinen Wohngebieten darf die Lautstärke laut Bundesimmissionsschutzgesetz tagsüber nicht über 50 dB und nachts nicht über 35 dB liegen.
Um Geräuschprobleme zu vermeiden, empfiehlt NIBE folgende Massnahmen:
- Mindestabstand von 10 mm zu Wänden, Schränken und Verkleidungen
- Korrekte Nivellierung der Wärmepumpe
- Entfernung aller Transportschlösser und Hebehilfen
- Ausreichende Belüftung des Systems
Zudem ist ein Grenzabstand von 3 Metern zu Nachbargrundstücken empfehlenswert. Falls dennoch Probleme auftreten, können zusätzliche Schallschutzmassnahmen wie eine Schallschutzhaube die Lautstärke um bis zu 10 dB reduzieren.
Wie gut sind NIBE Wärmepumpen wirklich? Erfahrungen aus der Praxis
Die praktischen Erfahrungen mit NIBE Wärmepumpen zeigen ein überraschend gespaltenes Bild zwischen begeisterten Befürwortern und enttäuschten Kunden. Tatsächlich unterscheiden sich die Bewertungen je nach Quelle erheblich, was eine differenzierte Betrachtung erfordert.
Nutzerfeedback aus der Schweiz
In der Schweiz berichten viele Hausbesitzer von positiven Erlebnissen mit ihren NIBE Wärmepumpen. So beschreibt ein Eigentümer, der von einer Ölheizung auf eine NIBE Sole/Wasser-Wärmepumpe der S-Serie umgestiegen ist: “Mit diesem Schritt helfen wir nicht nur dem Klima und der Umwelt, sondern sparen langfristig auch noch Geld”. Besonders geschätzt werden offenbar das elegante Design und die benutzerfreundliche Bedienung mit dem Smart-Guide.
Die NIBE myUplink App ermöglicht die Fernsteuerung und Überwachung der Anlage – ein Feature, das von Nutzern als besonders praktisch hervorgehoben wird. “Mit dieser App kann ich von überall unsere neue Wärmepumpe anwenderfreundlich steuern und überwachen”, berichtet ein zufriedener Kunde.
Allerdings zeigt sich auf dem Bewertungsportal Trustpilot ein völlig anderes Bild: Hier erhält NIBE lediglich 1,7 von 5,0 möglichen Punkten, wobei 79% der Kunden die schlechteste Bewertung vergeben. Hauptkritikpunkte sind dabei der Kundendienst, lange Antwortzeiten, fehlende Ersatzteile und häufige Störungen an den Anlagen. Nur 12% aller Kunden vergaben eine 4- oder 5-Sterne Bewertung.
Ein besonders drastisches Beispiel liefert ein Schweizer Kunde: “2019 Einbau einer Nibe F2040 – hielt keinen Winter ohne gravierende Problem durch; wochenlange, teilweise monatelange Ausfälle. Nibe Monteure waren mit den Problemen überfordert”. Nach dem Austausch gegen eine S2125 traten weiterhin Probleme auf, insbesondere durch Vereisungen innerhalb der Rotorumhausung.
Im Gegensatz dazu stehen die offiziellen Referenzberichte auf der NIBE-Website, die durchweg positive Kundenerfahrungen präsentieren. Hier zeigt sich die “hohe Kundenzufriedenheit mit Service und Produktqualität”.
Wartung, Service und Zuverlässigkeit im Alltag
NIBE selbst beschreibt seine Wärmepumpen als “sehr wartungsarm, aber nicht wartungsfrei”. Das Unternehmen macht keine zwingenden Vorgaben für jährliche Wartungen, empfiehlt jedoch eine Funktionsinspektion alle 2-3 Jahre. Diese Inspektion dient der Überprüfung des Betriebs und der Betriebsbedingungen.
Für die regelmässige Wartung empfiehlt NIBE folgende Massnahmen:
- Regelmässige Überprüfung der Heizungsfilter
- Gegebenenfalls Entlüftung des Systems
- Bei Störungen Kontaktaufnahme mit dem Installateur oder autorisierten Handelspartner
Die Wartungskosten liegen nach unabhängigen Quellen bei etwa 350 bis 400 Euro pro Wartung. Hierbei werden die Betriebsparameter und die Funktionsfähigkeit überprüft.
Bezüglich der Zuverlässigkeit weist NIBE darauf hin, dass durch die Nutzung erneuerbarer Energien Wärmepumpen systembedingt externen Einflüssen unterliegen: “Ungeachtet der hohen Zuverlässigkeit der Wärmepumpensysteme, können diese Einflüsse zu Störungen führen”. Daher empfiehlt der Hersteller besonders für Mehrfamilienhäuser verschiedene Vorsichtsmassnahmen wie Online-Anbindung, elektrische Notheizung und gute Zugänglichkeit der Anlage für Wartung und Reparatur.
Der Punkt Service ist offenbar eine Achillesferse bei NIBE. Während Befürworter die fachkundige Beratung und den guten Service hervorheben, weisen Kritiker auf lange Wartezeiten hin: “Jetzt ist sie leider, in der kältesten Jahreszeit, defekt. Der lokale Heizungsbauer ist nicht in der Lage die Heizung zu reparieren. Da noch Garantie besteht wurde der so genannte Werkskundendienst beauftragt. Wartezeit 4 Wochen!!!!!.”. Dies kann besonders im Winter problematisch werden.
NIBE gewährt eine Garantie von 24 Monaten ab Erstinbetriebnahme. Bei Problemen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Selbsthilfe im Supportbereich zur Verfügung, alternativ hilft der zuständige Handelspartner weiter. Auf jeder Wärmepumpe findet sich der zuständige NIBE Servicepartner.
Trotz der gemischten Bewertungen bleibt festzuhalten: Die Wahl eines kompetenten Installateurs, der Erfahrung mit NIBE-Produkten hat, scheint entscheidend für die Zufriedenheit zu sein. Ein Forumsnutzer betont: “Unser Sanitär-Mensch, der die Anlage in Betrieb genommen hat, ist auf Nibe spezialisiert. Das halte ich für das allerwichtigste”.
NIBE Wärmepumpen Preise 2025: Was kostet die Umstellung wirklich?
Bei der Anschaffung einer NIBE Wärmepumpe stellt sich zunächst die Frage nach den Investitionskosten. Diese unterscheiden sich je nach Modell, Leistung und Installation erheblich.
Preisübersicht nach Modell und Leistung
Die Grundgerätekosten für NIBE Wärmepumpen variieren je nach Typ und Leistungsklasse:
- Luft/Wasser-Wärmepumpen: 16.000-27.500 €
- Sole/Wasser-Wärmepumpen: 26.500-34.500 €
- Wasser/Wasser-Wärmepumpen: etwa 33.000 €
- Abluft-Wärmepumpen: circa 25.500 €
In der Schweiz sind beispielsweise für das Modell S1255-12 (3-12 kW) etwa 15.716 CHF exkl. MwSt. zu veranschlagen. Das Modell S2125-8 ist bereits ab 9.825 CHF erhältlich.
Einbaukosten und Zusatzaufwand im Altbau
Beim Einbau einer Wärmepumpe im Altbau fallen zusätzliche Kosten an. Insgesamt sollten Schweizer Hausbesitzer mit Gesamtkosten zwischen 25.000 und 45.000 Euro rechnen. Diese setzen sich zusammen aus:
- Installation durch den Heizungsbauer
- Eventuelle Erdarbeiten für Kollektoren oder Erdsonden
- Mögliche energetische Sanierungsmassnahmen
Tatsächlich können die Installationskosten bei Erd- oder Grundwasser-Wärmepumpen doppelt bis viermal so hoch ausfallen wie bei Luft-Wärmepumpen. Dafür arbeiten diese Modelle effizienter, besonders bei niedrigen Aussentemperaturen.

Förderungen und Einsparpotenziale
Erfreulicherweise werden Wärmepumpen in der Schweiz grosszügig gefördert. Wer seine fossile Heizung ersetzt, profitiert von erheblichen Zuschüssen:
Die Fördersumme beträgt je nach Kanton bis zu 9.000 CHF. Die Höhe setzt sich aus einem Grundbetrag und einem leistungsabhängigen Zusatzbetrag zusammen. Besonders attraktiv ist die schweizweite Klimaprämie von Energie Zukunft Schweiz, die 18 Rappen pro eingesparter Kilowattstunde bzw. 1,80 Franken pro Liter Erdöl entspricht.
Hierbei lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen kantonalen Programme. Allerdings sollten Interessenten beachten, dass manche Kantone ihre Förderkriterien ohne Vorankündigung ändern können.
Langfristig betrachtet reduzieren NIBE Wärmepumpen die laufenden Betriebskosten erheblich. Ausserdem bietet die Kombination mit einer Photovoltaikanlage zusätzliches Einsparpotenzial. Speziell für Besitzer von PV-Anlagen sind die leistungsgeregelten Inverter-Modelle von NIBE ideal geeignet, da sie den selbst produzierten Strom effizient nutzen können.
Welche NIBE Wärmepumpe passt zu Ihrem Haus?
Die Auswahl der passenden NIBE Wärmepumpe hängt entscheidend von den individuellen Gegebenheiten Ihres Hauses ab. Für eine optimale Heizleistung und Effizienz müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden.
Empfehlungen nach Gebäudetyp und Heizlast
Für Neubauten mit guter Wärmedämmung eignen sich besonders die innen aufgestellten Luft/Wasser-Wärmepumpen von NIBE. Diese arbeiten flüsterleise und sind für die Umgebung weder sicht- noch hörbar. Die Aussenluft wird dabei über Öffnungen im Gebäude und einem Kanalsystem zur Wärmepumpe zu- und abgeführt.
Bei Altbauten kommt es auf den Sanierungsstand an. Hier empfiehlt NIBE die leistungsvariablen Sole/Wasser-Wärmepumpen S1155/S1255 oder F1355 mit ihrer hohen Ladetemperatur von bis zu 65°C. Alternativ eignet sich die S2125 besonders gut für den Austausch alter Öl- oder Gasheizungen, da sie Vorlauftemperaturen von bis zu 75°C erreicht.
Die Heizlast bestimmt massgeblich die Dimensionierung: Für die S2125-8 und S2125-12 empfiehlt NIBE eine maximale Gebäudeheizlast von 8 bzw. 12 kW bei einer Norm-Aussentemperatur von -14°C. Bei grösseren Gebäuden wie Mehrfamilienhäusern bietet die F1345 durch möglichen Kaskadenbetrieb ausreichende Kapazitäten.
Checkliste für die Auswahl
Bei der Wahl Ihrer NIBE Wärmepumpe sollten Sie folgende Punkte beachten:
- Dimensionierung: Die Dimensionierung muss stimmen – hierfür ist die Hilfe eines erfahrenen Installateurs unerlässlich.
- Platzbedarf: Unabhängig vom Wärmepumpentyp benötigen Sie ausreichend Platz für Installation, Rohre, Kanäle und Zubehör. Zusätzlich sollte ein Freiraum vor der Wärmepumpe eingeplant werden.
- Vorlauftemperatur: Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur (idealerweise unter 55°C), desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. In schlecht gedämmten Altbauten sind daher zunächst energetische Sanierungsmassnahmen sinnvoll.
- Wärmeverteilsystem: Prüfen Sie, ob Ihr bestehendes System (Heizkörper oder Fussbodenheizung) mit einer Wärmepumpe kompatibel ist.
- Standort: Bei Luft/Wasser-Wärmepumpen ist auf ausreichenden Abstand zur Grundstücksgrenze zu achten.
NIBE bietet für jede Planung das passende Produkt. Unsere Handelspartner in der Schweiz unterstützen Sie dabei, die optimale Lösung für Ihr Haus zu finden. Ausserdem sollten Sie sich über kantonale Förderungen informieren, die die Umstellung auf eine Wärmepumpe finanziell attraktiver machen können.
Schlussfolgerung
Zusammenfassend zeigt unsere ausführliche Analyse, dass NIBE Wärmepumpen eine überzeugende Lösung für Schweizer Hausbesitzer darstellen. Besonders das neue Modell S2125 überzeugt durch seine beeindruckende Leistung bei Vorlauftemperaturen bis 75°C und dem umweltfreundlichen Kältemittel R290.
Allerdings macht die Erfahrung deutlich: Der Erfolg einer NIBE Wärmepumpe hängt massgeblich von der korrekten Dimensionierung und fachgerechten Installation ab. Die Wahl eines erfahrenen, NIBE-zertifizierten Installateurs spielt dabei eine entscheidende Rolle für den späteren Betrieb.
Tatsächlich sprechen die Zahlen für sich – mit Energieeinsparungen von bis zu 75% und grosszügigen kantonalen Förderungen amortisiert sich die Investition schneller als gedacht. Die Kombination aus schwedischer Qualität und Schweizer Präzision bei Installation und Wartung macht NIBE zu einer zukunftssicheren Wahl.
Letztendlich empfehlen wir jedem Interessenten, sich von einem qualifizierten NIBE-Partner vor Ort beraten zu lassen. Diese können die individuellen Gegebenheiten Ihres Hauses analysieren und die optimale Wärmepumpenlösung für Ihre spezifischen Anforderungen ermitteln.
FAQs
Q1. Wie zuverlässig sind NIBE Wärmepumpen? NIBE Wärmepumpen gelten als zuverlässig und effizient. Viele Kunden schätzen ihre Leistung, besonders bei neueren Modellen wie der S2125. Allerdings hängt die Zuverlässigkeit stark von der korrekten Installation und Wartung ab.
Q2. Wie oft sollte eine NIBE Wärmepumpe gewartet werden? NIBE empfiehlt eine Wartung alle 12 Monate im ersten Jahr und danach alle 24 Monate. Regelmässige Wartung ist wichtig für die optimale Leistung und Langlebigkeit der Anlage.
Q3. Was ist die durchschnittliche Lebensdauer einer NIBE Wärmepumpe? Die durchschnittliche Lebensdauer einer NIBE Wärmepumpe beträgt etwa 20 Jahre oder mehr. Für Berechnungen wird oft eine Abschreibungsdauer von 15 Jahren angesetzt.
Q4. Wo werden NIBE Wärmepumpen hergestellt? NIBE Wärmepumpen werden hauptsächlich in Markaryd, Schweden, entwickelt und produziert. Das Unternehmen legt grossen Wert darauf, Entwicklung und Produktion an einem Ort zu konzentrieren.
Q5. Wie hoch sind die Anschaffungskosten für eine NIBE Wärmepumpe in der Schweiz? Die Kosten für eine NIBE Wärmepumpe in der Schweiz variieren je nach Modell und Leistung. Luft/Wasser-Wärmepumpen beginnen bei etwa 9.825 CHF, während komplexere Systeme bis zu 34.500 CHF kosten können. Zusätzlich fallen Installationskosten an.